Auswirkungen der angekündigten US-Zölle auf Stahlimporte auf die GMH Gruppe

16. März 2018. US-Präsident Donald Trump hat am 8. März 2018 per Dekret Zölle auf die Einfuhr von Stahl und Aluminium verhängt. Darin ist ein pauschaler Wertzoll in Höhe von 25 Prozent auf alle Stahlimporte vorgesehen. Diese Maßnahme wird auch Auswirkungen auf die Unternehmen der GMH Gruppe haben, die jährlich Produkte im Wert von rund 70 Millionen Euro in die USA liefert.

Beziffert werden kann der Umfang einer möglichen Auswirkung allerdings erst, wenn festgelegt ist, welche Produktgruppen und in welcher Anarbeitungsstufe von den Zöllen betroffen sein werden.

Nach aktuellem Kenntnisstand und Interpretation der Ankündigung wären die Unternehmen der GMH Gruppe im Wesentlichen indirekt betroffen. Aus den Produkten der GMH Gruppe fertigen Dritte Komponenten, die dann unter anderem auch ihren Weg in die USA finden.

Frank Koch, CEO der GMH Gruppe, sieht in der Abschottung des US Marktes für Stahl- und Aluminiumprodukte einen Eingriff in den internationalen Handel. „Die USA verschafft ihrer Stahlindustrie durch diesen protektionistischen Eingriff einen unfairen Wettbewerbsvorteil. Hier ist jetzt die Europäische Union gefordert, unsere Stahlindustrie wirkungsvoll zu schützen“. Es müsse davon ausgegangen werden, dass Stahl aus anderen Ländern, der an die amerikanische Zollmauer stößt, sich vorrangig seinen Weg in Richtung EU-Markt suchen würde, so Koch. Damit drohe der EU ein Wiederaufflammen der Importkrise, die 2015 ihren Höhepunkt hatte und vor allem durch massive Überkapazitäten in Ländern wie China verursacht war.
Deshalb haben die Beteiligten beim heutigen Treffen sehr stark dafür plädiert, eine EU-weit einheitliche Vorgehensweise in Brüssel einzufordern. „Die Sorge vor einer Marktverschiebung und den daraus resultierenden Auswirkungen würde die gesamte GMH Gruppe deutlich mehr beeinflussen als die jetzt von US-Präsident Trump veranlassten protektionistischen Maßnahmen“, mahnt Koch deutlich.

In den USA  fertigt die GMH Gruppe  seit vielen Jahren mit einer eigenen Produktion Zahnstangen für automobile Lenksysteme. Das dafür benötigte Vormaterial aus Stahl wird auch in den USA eingekauft und fällt somit nicht unter die geplante Zollmaßnahme.

Ansprechpartner

Klaus Schmidtke

Leitung Unternehmenskommunikation der GMH Gruppe